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Die Planungen zur Sanierung des Speckwegs sind abgeschlossen. Was an Informationen zu den Baumaßnahmen durch die Presse an die Bürger*innen durchgesickert ist, [1] läßt nicht erkennen, wie die Sicherheit für "Fußgänger, Radfahrende und den Busverkehr erhöht" werden soll, wie das ursprünglich geplant war. [2] Es zeigt sich, dass - wieder einmal - dem motorisierten Verkehr Vorrang eingeräumt wird.

Wir veröffentlichten im Frühjahr 2023 die Stellungnahmen des ADFC und des Bündnis Fahrradstadt Mannheim sowie Leserbriefe von Bürger*innen, die den Speckweg täglich nutzen und haben nach der neuen Planung weitere Kritikpunkte zu ergänzen.

Was bisher passiert ist

Im Frühjahr 2022 stellte die Stadtverwaltung Mannheim ihre Pläne zur Sanierung des Speckwegs [3] vor. Diese beinhalteten neben der Erneuerung der Straße, auch eine Sanierung der Geh- und Radwege. Im Zuge dessen sollten

alle Verkehrsarten gleichermaßen, insbesondere Fußgänger, Radfahrende oder Personen, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen profitieren und eine nachhaltige, attraktive und nutzerfreundliche Verkehrsinfrastruktur geschaffen werden. [2]

Ein erboster Aufschrei der autofahrenden und -parkenden Bevölkerung des Mannheimer Nordens ertönte, eine Bürgerinitiative gründete sich und forderte Platz für ihre Autos. Tempo 30 würde begrüßt und Bäume seien willkommen, solange nur nicht der Platz für fahrende und parkende Autos wegfällt. [4] Die Stadtverwaltung knickte daraufhin ein.


Die im September 2023 vorgestellte Beschlussvorlage

Vor kurzem, im September 2023, wurden die überarbeiteten Pläne für die Sanierung im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt. [4] In der Beschlussvorlage V162/2023 heißt es "Aufgrund dessen, dass die Seitenräume kaum angefasst werden, bleiben die Fuß- und Radwege zum Großteil unverändert." [5]


Viele Radfahrende dieser Stadt sind sich einig, dass die Radwege am Speckweg so stark beschädigt sind, dass eine "Dünnschichtkaltasphalt-Sanierung" weder zukunftsfähig noch nutzerfreundlich erscheint, wenn die Fuß- und Radwege insgesamt "unverändert" bleiben. Die ungenaue Formulierung im Beschluss zwingt uns zu Spekulationen, aber es ist weder von einer Gesamtsanierung der Radwegdecke noch einer angemessenen Radwegeführung auszugehen. Was ein notwendiger Schritt seitens der Stadt wäre, um langfristig bei mehr Menschen die Attraktivität des Radfahrens zu steigern.


Welche Probleme gibt es damit noch?

Außerdem bleibt das viel kritisierte Berg- und Talfahren auf den Hochbord-Radwegen über schlecht abgesenkte Bordsteine bei der Querung von Seitenstraßen für Radfahrer erhalten. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, insbesondere wenn Schlaglöcher dazukommen, die z. B. in der Dunkelheit nicht gut zu sehen sind. Zusätzlich wird die Querung erschwert, da regelmäßig Kfz im Kreuzungsbereich stehen und die Sichtbeziehungen blockieren. In der Folge muss Radverkehr an jeder Querung entweder fast bis zum Stillstand abbremsen oder sich auf gut Glück in Gefahr bringen.


Genau darum wählen viele Radfahrer*innen die Straße, um den unzumutbaren Radwegen zu entgehen und die Sicherheit einer glatt asphaltierten Autostraßen zu genießen. Vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer*innen und ungübte Radfahrer*innen wie Kinder sind hiervon betroffen, aber auch Pendler*innen, die gerne eine gewisse Geschwindigkeit halten würde, um von A nach B zu kommen.


Die Führung der Radwege ist selbst bei legalem Parken problematisch, da die Radwege durch die Dooringzone geführt werden. Da das beidseitige Gehwegparken "auf Wunsch" erhalten bleibt, [5] ist die Gefahr für Radfahrer*innen von Autofahrer*innen, die "nur mal kurz" am Straßenrand parken und unachtsam mit der Autotür einen zu Fall bringen können immer noch gegeben. Da Rad- und Fußverkehr ebenso wenig baulich voneinander getrennt sind, wie der motorisierte und der nicht motorisierte Verkehr, sind Konflikte zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmer*innen in der Planung ursächlich angelegt.


Autozentrierte Umgestaltung des Speckweg mit Nachteilen für Fuss und Rad

Die vorgelegte Planung wird von der Stadtverwaltung gerne als Kompromisslösung angepriesen. Zu einem guten Kompromiss gehört, dass alle Seiten Abstriche hinnehmen. Am Speckweg entstehen nur Abstriche bei Rad- und Fußverkehr hinsichtlich deren Sicherheit und Fahrkomfort. Wer aufrichtig ist, sollte das als Durchmarsch des Kfz-Verkehrs auf Kosten der Schwachen bezeichnen. Die Verkehrsinfrastruktur am Speckweg wird nicht langfristig für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert, sondern zugunsten des motorisierten Verkehrs angepasst.

Die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung Mannheim, die sich als Vorbild einer klimagerechten Stadt bezeichnet und sich damit brüstet, Nachaltigkeitsziele einzuhalten, ist für die zu Fuß gehenden und Rad fahrenden Bürger*innen erneut gesunken.



Unterstütze unser Bürgerbegehren. Dein Rückporto übernehmen wir: https://innn.it/QuadRadEntscheid-Mannheim


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154 Ansichten

Mit unserem Bürgerbegehren haben wir für Mannheim 8 Ziele formuliert und fordern entsprechende Maßnahmen, darunter mehr Platz für Fuß- und Radverkehr in der Stadt sowie verkehrsberuhigte Bereiche in jedem Stadtteil, um den Fuß- und Radverkehr in Mannheim zu stärken. Damit wir der für unser Bürgerbegehren erforderlichen Zahl von 17.000 Stimmen näher kommen, rufen wir hiermit auf zur


Herbst-Sammel-Challenge 2023

Sammel so viele Stimmen wie möglich. Unterschreiben dürfen alle in Mannheim wahlberechtigten Personen. Die Aktion endet am 22.12.2023.

Herbsttage genießen beim Stimmen sammeln Quelle: QEM

Der Person oder Gruppe, die die meisten Stimmen sammelt winkt ein exklusiver Preis: Die exklusive QuadRadEntscheid-Big-Bell-Fahrradklingel.


Warum Du tätig werden solltest?

Jede Stimme hilft, dem Ziel unseres Bürgerbegehrens ein Stück näher zu kommen. Hilf mit, dieses Ziel zu erreichen und setz ein Zeichen für ein lebenswerteres Mannheim.


Das Ziel der Nachhaltigkeit, das die Verwaltung Mannheim prominent auf ihrer Website für sich beansprucht [1], muss umgesetzt werden, damit die Ziele des Klimaschutz-Aktionsplan 2030 [2] erreicht werden können. Dies erfordert die Realisierung der Verkehrswende in Mannheim mithilfe des Masterplans Mobilität 2035 [3]. Zweifelsfrei steht fest: Wenn das aktuelle Tempo beibehalten wird, ist das Erreichen der Ziele, welche sich die Stadt Mannheim bis 2030 in Hinblick auf Klima und Verkehr gesetzt hat, jetzt schon zum Scheitern verurteilt.


Die Unterschriftenlisten zum Ausdrucken findest du hier. Abgeben kannst Du diese an allen Sammelstellen.


Oder sammel mit uns an folgenden Terminen

Sonntag, 01.10.2023 Cargo Bike Road Show + kostenloser RadCheck der Initiative RadKULTUR, Alter Messplatz, 11 - ca. 16 h


Samstag, 11.11.2023 Laternenumzug, Feudenheim Kulturhaus, Treffpunkt ca. 17:30 - ca. 18:30 h vor dem Kulturhaus


weitere Termine folgen


Mach mit beim Herbst-Sammel-Challenge 2023. Die QEM Fahrradklingel wartet auf Dich. Diese Aktion endet am 22.12.2023.



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66 Ansichten

Dankbar gratulieren wir vom QuadRadEntscheid der eifrigsten Stimmensammlerin für unser Bürgerbegehren. Renate Raffelsiefen bekam für sage und schreibe 95 gesammelte Stimmen die exklusive QuadRadEntscheid-Big-Bell-Fahrradklingel und ist somit die Gewinnerin der Sommer Sammel Challenge 2023.

Die aktive Unterstützerin Renate Raffelsieven mit der QEM-Big-Bell-Fahrradklingel. Bild: QEM

Zur Frage nach ihrer Motivation für das Sammeln sagt sie:

Solange ich denken kann, verkörpert das Radfahren für mich Freiheit und Lebensfreude. Der gewaltsame Tod eines damals gleichaltrigen kleinen Mädchens aus der Nachbarschaft beim Überqueren der Straße hingegen prägt bis heute meine Sicht auf Autos. Seitdem sind noch die vielen umweltrelevanten Aspekte dazu gekommen. Ich würde mich über alle Maßen freuen, wenn der QuadRadEntscheid Erfolg hat.

Die aktive Unterstützerin hat jedoch nicht nur Stimmen gesammelt, sondern auch den diesjährigen Ride of Silence in Mannheim mitorganisiert. Wir sind Renate für ihren aktiven Einsatz für die Verkehrswende in Mannheim sehr dankbar und hoffen, dass ihr Engagement viele Nachahmer*innen findet. Herzlichen Dank, Renate!



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